Shadowblog

Pharmaindustrie

GenReis: BAYER muss Schadenersatz leisten


AUTOR:   CBG Coordination gegen BAYER-Gefahren/Coalition against BAYER-Dangers


Presse Info vom 9. Dezember 2009

Das Bezirksgericht von St. Louis hat zwei Landwirten, deren Reisernte durch genmanipulierte Sorten der Bayer CropScience AG verunreinigt worden war, eine Entschädigung von knapp zwei Millionen Dollar zugesprochen. Das Verfahren gilt als Testlauf für bis zu 3000 Klagen geschädigter Reisbauern in den US-Bundesstaaten Missouri, Alabama, Arkansas, Texas und Mississippi.

„Dies ist ein großer Erfolg für alle amerikanischen Landwirte, die durch die Liberty Link-Kontamination geschädigt wurden“, so Johnny Hunter, einer der beiden Kläger. „Ich hoffe sehr, dass die Firma BAYER durch dieses Urteil gezwungen wird, ihre unverantwortlichen Testprogramme einzustellen“, so Hunter weiter. Die Geschworenen hatten die Sicherheitsvorkehrungen der Firma als „nachlässig“ bezeichnet und den Forderungen von Hunter fast vollständig stattgegeben. Adam Levitt, einer der Anwälte der Kläger, rechnet mit Schadenersatz-Zahlungen in Höhe von mehreren hundert Millionen Dollar. Die nächsten Verfahren finden im Januar statt.

Im Jahr 2006 war gentechnisch veränderter Langkorn-Reis, der gegen das hochgefährliche Herbizid Glufosinat resistent ist („Liberty Link-Reis&ldquo, weltweit in Supermärkten aufgetaucht, obwohl zu diesem Zeitpunkt nirgendwo eine Zulassung für die Sorte vorlag. Rund 30% der US-amerikanischen Ernte war verunreinigt, die EU und Japan stoppten daraufhin Reisimporte aus Nordamerika. Laut einer Studie von Greenpeace entstand den betroffenen Landwirten ein Schaden von 1,2 Milliarden Dollar. BAYER und die Louisiana State University hatten einige Jahre zuvor Freilandversuche mit der genmanipulierten Sorte durchgeführt, bei der es wahrscheinlich zu den Auskreuzungen kam. Der genaue Hergang konnte trotz einer mehrjährigen Untersuchung nicht geklärt werden.

Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG): „Wir begrüßen die Entscheidung des Gerichts in St. Louis und fordern BAYER auf, alle geschädigten Landwirte umgehend zu entschädigen. Außerdem fordern wir die Europäische Union auf, keine Import-Zulassung für Liberty Link-Reis zu erteilen. Die EU darf sich nicht über die ökologischen und sozialen Risiken von Gen-Reis in den potentiellen Anbauländern hinwegsetzen“. Mimkes fordert zudem die Bundesregierung auf, keine Aufweichung der EU-Regelungen zur Belastung von Lebensmitteln mit gentechnischen Bestandteilen anzustreben. Dies war im Koalitionsvertrag angedeutet worden.

Der BAYER-Konzern hatte bereits im Jahr 2003 bei der EU eine Import-Zulassung für Reis der Sorte Liberty Link 62 beantragt. Der Antrag erhielt bei den Abstimmungen im Ministerrat mehrfach keine Zustimmung, wurde bis heute aber nicht zurückgezogen. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren hat wegen der Risiken von Gen-Reis für Umwelt, Verbraucher und Landwirte mehrfach Gegenanträge zur BAYER-Hauptversammlung eingereicht. Der Fall der geschädigten Reisbauern zeigt einmal mehr, dass der Anbau von Gen-Reis unweigerlich zur Kontamination und Verdrängung traditioneller Reis-Sorten führt. Bei einem großflächigen Anbau hätte dies ein erhöhtes Schädlingsaufkommen und einen verstärkten Einsatz gefährlicher Pestizide zu Folge.

Weitere Informationen:

http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=9537&lg=de

1 Kommentar 19.12.09 10:27, kommentieren

Im Schweinsgalopp ins Impfchaos

Jens Berger 20.10.2009

Die Schweinegrippeimpfung - Milliarden für die Pharmakonzerne, Risiken und Nebenwirkungen für das Volk

Seit gestern liefert das Dresdner Werk des Pharmamultis GlaxoSmithKline (GSK) den Impfstoff Pandemrix an die Landesbehörden aus. Grob eine Milliarde Euro wird die Schweinegrippeimpfung die deutschen Krankenkassen und die öffentlichen Haushalte kosten. In einem Anflug von fiebrigem Alarmismus unterschrieben die Bundesländer, das Bundesgesundheitsministerium und GSK bereits Ende 2007 einen Bereitstellungsvertrag, der ursprünglich für die Bekämpfung einer Vogelgrippepandemie gedacht war. Die Vogelgrippe blieb jedoch aus, dafür überzieht nun die wesentlich milder und ungefährlicher verlaufende Schweinegrippe das Land.

   

Der Vertrag mit GSK behält jedoch seine Gültigkeit und die Bundesländer müssen nun 50 Millionen Dosen eines Impfstoffs abnehmen, der eigentlich für die potentiell gefährliche Vogelgrippe gedacht war. Der Impfstoff Pandemrix ist vergleichsweise teuer, enthält Zusatzstoffe, die kaum getestet wurden und potentiell gefährlich sind, und ist für den Patienten schlechter verträglich als konventionelle Impfstoffe. Trotz aller Risiken steht ein Gewinner bereits fest – GSK verdient am größten Feldversuch der modernen Medizingeschichte geschätzte 4,2 Mrd. US$, während sämtliche Folgekosten dank einer umfassenden Haftungsfreistellung vom Staat getragen werden müssen.


Wie gefährlich ist die Schweinegrippe?

Als die Schweinegrippe im April dieses Jahres in Mexiko und den USA ausbrach, befürchteten die Virologen anfangs aufgrund der relativ hohen Todeszahlen eine weltweite Pandemie mit schrecklichen Auswirkungen. Doch als die Schweinegrippe wenige Monate später in Europa ankam, war bereits klar, dass es sich bei ihr um eine Erkrankung handelt, die weniger Opfer fordert als die normale Grippe. Warum die Zahl der Todesopfer in Mexiko rund 100mal so groß ist wie in Deutschland, ist wissenschaftlich noch nicht geklärt. In Europa verläuft die Schweinegrippe jedoch meist mild und ungefährlich.

 

Eine Besonderheit unterscheidet das Virus vom Typ H1N1 jedoch von den übrigen Grippeviren. Während die Todesfälle der saisonalen Grippe vor allem bei alten und kranken Menschen auftreten, nimmt die Schweinegrippe auch bei jungen und teilweise sogar zuvor kerngesunden Menschen einen schweren Verlauf, der in einigen Fällen sogar zum Tod führt. Nach Angaben der WHO haben sich weltweit bis jetzt fast 400.000 Menschen mit H1N1 infiziert, die Zahl der Todesopfer beträgt 4.735. In Deutschland haben sich rund 20.000 Menschen angesteckt und es gab nur zwei Todesfälle – verglichen mit der saisonalen Grippe, der jährlich tausende Opfer zugeschrieben werden, ist dies extrem wenig. Selbst wenn sich jeder zehnte Bundesbürger infizieren würde, läge die Zahl der Opfer "nur" bei rund 8.100, und somit sogar weit unter dem langjährigen Grippedurchschnitt.

Warum der Staat ausgerechnet bei der milde verlaufenden Schweinegrippe zur bislang größten und teuersten Impfkampagne der deutschen Geschichte aufruft, ist kaum zu erklären. Bereits zum Zeitpunkt der Impfstoffbestellung war es absehbar, dass H1N1 kein Killervirus ist.


Interessenkonflikte und Lobbyisten

Wenige Tage, nachdem in Mexiko die Schweinegrippe entdeckt wurde, bezeichnete der britische Regierungsberater Sir Roy Anderson die Krankheit bereits als Pandemie und betonte, dass es mit Tamiflu und Relenza zwei effektive antivirale Mittel zur Bekämpfung der Krankheit gäbe. Beide Mittel wirken zwar bei schweren Fällen der Schweinegrippe gar nicht und verkürzen die Erkrankungszeit bei milden Verläufen durchschnittlich um gerade mal einen einzigen Tag, aber darum ging es Sir Roy auch nicht – Relenza wird von GSK hergestellt und Sir Roy Anderson bezieht als Lobbyist dieses Konzerns jährlich rund 136.000 Euro.

Von Anfang an war die Kommunikation über die Schweinegrippe fest in der Hand der Pharmakonzerne und von deren "Freunden" in Regierungen und Ämtern. Vor allem GSK hat in der EU anscheinend sehr viele Freunde. Als es darum ging, einen Impfstoff gegen H1N1 zu entwickeln, war der britische Pharmamulti von Anfang an in der Pole Position.


Pandemrix – ein Impfstoff mit vielen Unbekannten

Der Schweinegrippeimpfstoff, der seit gestern in Großpaletten mit jeweils 120.000 Impfdosen das Dresdner Serumwerk von GSK verlässt, trägt den Namen Pandemrix. Doch was sich so anhört, als sei es ein Zaubertrank des Druiden Miraculix für die tapferen gallischen Recken Asterix und Obelix, hat es in sich. Pandemrix ist kein erprobter Spaltimpfstoff, der im Wesentlichen aus 15 Mikrogramm Antigenen besteht. Neben einer auf 3,7 Mikrogramm reduzierten Antigenmenge wurden dem Impfstoff noch das von GSK patentierte Adjuvans AS03 – ein Wirkverstärker, der neben Polysorbat auch die ungesättigte organische Verbindung Squalen enthält – und der Konservierungsstoff Thiomersal zugesetzt. Sowohl bei Squalen als auch beim quecksilberhaltige Thiomersal konnten in Tierversuchen erhebliche Nebenwirkungen festgestellt werden – allerdings bei Verabreichungsdosen, die weitaus höher sind als in Pandemrix. Diese nicht unproblematischen Zusatzstoffe weisen auch auf den eigentlichen Einsatzzweck von Pandemrix hin.

Bei Pandemrix handelt sich um ein Impfserum aus dem Baukasten, das eigentlich für die kurzfristige Produktion bei einer akuten und gefährlichen Pandemie gedacht ist. Das Adjuvans ist hierbei eine Art Wirkverstärker, der es dem Hersteller erlaubt, eine geringere Dosis des aufwändig herzustellenden Antigens zu verwenden. Diese Wirkstoffkombination hat jedoch in puncto Verträglichkeit und potentiell schweren Nebenwirkungen ihre Nachteile. Verglichen mit einem Impfstoff ohne Wirkverstärker hat Pandemrix deutlich mehr unerwünschte Nebenwirkungen. Ob die Wirkverstärker auch seltene, aber schwere Nebenwirkungen auslösen können, konnte bislang in den wenigen klinischen Studien noch nicht festgestellt werden. Die nun anlaufenden Impfkampagnen sind somit eher ein Betatest am Patienten.

Wirkverstärker haben jedoch auch ihre Vorteile. Im Pandemiefall kann der Hersteller so kurzfristig höhere Chargenzahlen vom Band laufen lassen. Pandemrix hat seine Musterzulassung dementsprechend auch als Impfstoff für die potentiell gefährliche Vogelgrippe bekommen. Wenn eine Pandemie hohe Opferzahlen mit sich bringt und die Zeit knapp ist, überwiegt der potentielle Nutzen den potentiellen Schaden bei weitem. Die Schweinegrippe ist allerdings keine solche Pandemie.


Staat und Kassen übervorteilt

Die europäische Zulassungsbehörde EMEA ist bei der EU der Wirtschaftsdirektion unterstellt – und nicht der Direktion für Gesundheit oder Verbraucherschutz – und wird zu fast zwei Dritteln von der Pharmaindustrie finanziert. Die ständige Impfkommission des Robert Koch-Institutes ist wiederum hauptsächlich mit Vertretern besetzt, die entweder lukrative Nebentätigkeiten für Pharmakonzerne oder mehr oder weniger intensive Kontakte zu ihnen haben – immer wieder taucht dort auch der Name GSK auf. Während in den USA nur Impfstoffe mit erprobten Wirksubstanzen zugelassen werden, hat die EU den Pharmamultis GSK und Novartis auch erstmalig Impfstoffe mit bislang kaum getesteten Wirkverstärkern genehmigt. Diese Entscheidung hat kostspielige Folgen für die Krankenkassen und die öffentlichen Haushalte und wirkt auf die betroffenen Pharmakonzerne wie ein warmer Subventionsregen.

Nach Angaben des unabhängigen Branchendienstes arznei-telegramm bezahlen die Bundesländer für jede Impfdosis 9 Euro plus Mehrwertsteuer. Bei 50 Mio. Dosen sind dies stolze 450 Mio. Euro, getragen zum Teil auch von den chronisch klammen Krankenkassen. Interessant ist hierbei vor allem die Kostenkalkulation des Herstellers GSK. Für das in Dresden hergestellte Antigen berechnet GSK einen Euro, für das aus Belgien stammende Adjuvans jedoch stolze sechs Euro. Wie GSK überhaupt auf diesen enormen Preis für seinen Wirkverstärker kommt, ist nicht bekannt. Da die Herstellungskosten eher gering sind, dürfte ein Großteil der sechs Euro für die eigenen Patentgebühren anfallen. Ein konventionell hergestellter Impfstoff, der zwar fast die dreieinhalbfache Menge an Antigenen beinhalten würde, aber keine Adjuvantien, wäre somit für Staat und Krankenkassen deutlich günstiger und würde beim Patienten deutlich weniger Nebenwirkungen hervorrufen.


Konjunkturpaket für die Pharmabranche

GlaxoSmithKline hat alles auf die Pandemiekarte gesetzt und gewonnen. Schon während der Vogelgrippe kassierten GSK und der Schweizer Pharmamulti Hoffmann-La Roche fürstlich an der Panik. Weltweit orderten Regierungen für mehrere Milliarden Euro die Wundermittel Tamiflu und Relenza - alleine die deutschen Länder bunkern heute noch Tamiflu im Wert von 200 Mio. Euro.

Doch für GSK hätte die Panik vor der Pandemie auch wesentlich unprofitabler sein können, schließlich investierten die Briten nicht nur Steuergelder in die Erforschung ihres Impfserums Pandemrix. Diese Investitionen, die eigentlich auf eine weltweite Impfkampagne gegen die Vogelgrippe abzielten, standen schon vor der Abschreibung, als plötzlich in Mexiko die ersten Schweine umfielen. Branchenexperten gehen nun davon aus, dass alleine GSK an der eher harmlosen Schweinegrippe 4,2 Mrd. US$ verdient – und GSK ist nicht der einzige Profiteur.


Bundeswehr und Regierung bevorzugt?

Am Wochenende machte die Meldung die Runde, dass für die Bundeswehr und die Bundesbehörden, inklusive der Regierung selbst, nicht etwa Pandemrix, sondern das Konkurrenzprodukt Celvapan geordert wurde. Celvapan ist ein Impfstoff des amerikanischen Pharmakonzerns Baxter, der vor allem an Irland, Großbritannien und Neuseeland verkauft wird.

Hergestellt wird Celvapan allerdings nicht in den USA, sondern in Österreich und Tschechien. Im Unterschied zu Pandemrix kommt Celvapan ohne Adjuvantien aus. Es ist daher auch anzunehmen, dass der Impfstoff für die Bundeswehr und die Regierung seltener Nebenwirkungen haben dürfte. Wissen kann man dies jedoch nicht – Celvapan ist nämlich mitnichten der "bessere" Impfstoff, wie am Wochenende gerne in den Medien behauptet wurde, sondern ebenfalls ein neuer Impfstoff, der sogar noch weniger getestet wurde als Pandemrix und daher ebenfalls ein ganzes Spektrum an unbekannten schweren Nebenwirkungen auslösen könnte. Die Zulassung des Serums basiert auf gerade einmal zwei Studien mit insgesamt 845 Teilnehmern. Die vermeintliche Überlegenheit von Celvapan ist daher ein Trugschluss – bei diesem Impfstoff kommen nämlich sogenannte Ganzvirus-Impfstoffe zum Einsatz, die aufgrund ihrer hohen Rate an unerwünschten Nebenwirkungen bereits vor Jahrzehnten durch die moderneren Spaltimpfstoffe ersetzt wurden, die in geringer Dosis auch in Pandemrix enthalten sind. Celvapan ist somit weder besser noch schlechter als Pandemrix, sondern hat lediglich ein anderes Spektrum von potentiell schweren Nebenwirkungen, die nun auch bei Regierung und Bundeswehr im Feldversuch getestet werden.


Feldversuche auch an Schwangeren und Kleinkindern

Als besonders gefährdet für schwere Krankheitsverläufe gelten Frauen im Allgemeinen, und schwangere Frauen im Besonderen. Der nun vorgestellte Impfplan des Robert Koch-Instituts ordnet schwangere Frauen konsequenterweise auch in die Hochrisikogruppe ein, die zuerst geimpft werden soll. Aus ethischen Gründen sind jedoch bislang weder Pandemrix noch dessen Inhaltsstoffe klinisch an Schwangeren oder Kleinkindern getestet worden, und auch das Konkurrenzprodukt von Baxter gilt hier als untauglich, da "Ganzkörper-Impfstoffe" vor allem bei Schwangeren potentiell gefährlich sind und es für Celvapan gar keine Daten über Nebenwirkungen während der Schwangerschaft gibt. Dabei gäbe es Alternativen – alle in den USA zugelassenen Impfstoffe der Firmen CSL, MedImmune, Novartis und Sanofi-Pasteur enthalten keine Wirkverstärker, basieren auf Spaltimpfstoffen und werden in altbewährten und ausgereiften Verfahren hergestellt. Wenn ein Land wie Deutschland kaum getestete Arzneimittel bei Schwangeren und Kleinkindern einsetzt, so ist die Abwägung zwischen potentiellem Nutzen und potentieller Gefahr komplett außer Kraft gesetzt. Kein Arbeitsplatz in der Pharmaindustrie kann so viel wert sein, dass man für seinen Erhalt Schwangere und Kleinkinder ohne Not in Gefahr bringt.

http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1075/im-schweinsgalopp-ins-impfchaos

Kommentar von Shadow : Wer sich Impfen lässt ist selber schuld wobei ich es schon nachvollziehen kann wenn "Riskogruppen" impfen lassen .

2 Kommentare 20.10.09 19:18, kommentieren

Beipackzettel des H1N1 Impfstoff warnt vor Gesundheitsschäden

Beipackzettel des H1N1 Impfstoff warnt vor Gesundheitsschäden

Der Beipackzettel für den H1N1 2009 Monovalent Impfstoff der von Novartis hergestellt wird ist im Internet veröffentlicht worden. Darin steht, der Impfstoff basiert auf einen Vorgänger genannt Fluvirin und kann eine ganze Reihe von erheblichen Nebenwirkungen und Gesundheitsschäden bewirken, wie das Guillain-Barre Syndrome, Vaskulitis, anaphylaktischer Schock und sogar den Tod.

Jeder der sich mit den Nebenwirkungen des Impfstoff beschäftigt hat weiss was dieser alles auslösen kann, aber das Besondere hier ist, nun führt der Beipackzettel der Schweinegrippeimpfung alle diese Schäden auch auf und Novartis gibt es damit zu. Auf dem Zettel steht als Datum September 2009, also ist es der neueste Stand der Information.

Hier ist der Link zur englischen Version des Beipackzettel der Impfung als PDF und man kann es selber nachlesen.

Darin steht, für Kinder zwischen 4 und 8 Jahren werden zwei Injektionen a 0,5 ml mit einem Abstand von einem Monat gespritzt. Kinder ab 10 Jahren und Erwachsene bekommen nur eine Spritze a 0,5 ml.

Im Beipackzettel steht auch, die Dosis von 0,5 ml beinhaltet Thiomersal als Konservierungsmittel bestehend aus Quecksilber in einer Menge von 25 Mikrogramm. Quecksilber ist aber bekanntlich ein Nervengift und sollte deshalb vermieden werden. Wegen der kumulierenden Quecksilberbelastung von Kindern durch die routinemässigen Kinderimpfungen wird vermutet, neurologische Störungen wie z. B. Autismus wird dadurch ausgelöst.

Wenn man sich die weiteren aufgeführten Nebenwirkungen ansieht, dann wird es einem ganz anders, wie zum Beispiel: Schmerzen an der Impfstelle, Ausschläge, Schwellungen, Schüttelfrost, Fieber, Müdigkeit, Asthenie, Gesichtsödeme, Störung des Immunsystem, Überempfindlichkeitsreaktionen die zu Schockzuständen und Tod führen können, Herz-Kreislaufstörungen, Vaskulitis, Ohnmachtsanfälle, Verdauungsstörungen, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Blut- und Lymphstörungen bis hin zu Paralyse, Gehirnschäden und die Liste geht endlos weiter.

Da ist es ja viel vernünftiger die Grippe einfach durchzustehen und mit den üblichen Hausmitteln auszukurieren als sich diesen Giftcocktail reinspritzen zu lassen.

Warum wird wegen dieser "normalen" Grippe so eine Hysterie verbreitet? Warum will man eine Durchimpfung der ganzen Bevölkerung erreichen? Warum wird die militärische Infrastruktur dazu benutz und nicht der normale Weg über Ärzte? Warum wissen die Pharmakonzerne, die Gesundheitsbehörden und die Politiker schon seit einem Jahr es wird eine Pandemie geben? Warum wissen sie es wird zu einer gefährlichen Mutation kommen und in der zweiten Welle aggressiver? All das deutet darauf hin, es geht nicht um die Gesundheit der Bevölkerung sondern um ganz was anderes.

http://alles-schallundrauch.blogspot.com/

Kommentar von Shadow: Ich freu mich schon auf meine Schweinegrippe (wobei neue Grippe oder Mexikanische Grippe eigentlich richtiger wäre...) ,denn Impfen lass ich mich definitiv nicht (als ob ich der Pharmaindustrie auch noch unötig Kohle in den Rachen schieben würde nur weil die unmengen an Forschungsgeldern da rein gesteckt haben und das Endergebnis trotzdem gepunshter Müll ist an dem ich verrecken könnte oder was ich glaub ich eventl. viel schlimmer fände gelähmt wäre ...)!Ich stell den Artikel einfach mal so dahin, da Freakman ähem entschuldigung Freeman doch gerne scheisse labert bzw. schreibt und das mit absicht (es soll Leute geben die darüber nachgedacht haben das er nicht einfach nur ein paranoider Spinner ist der es selber nicht besser weiss ...) ! Aber der Name des Blogs sagt ja eigentlich schon alles aus oder ? Alles Schall und Rauch eben . !!!Grüsse an dieser Stelle !!!  Nichts desto trotz findet man ab und an auch mal nen interresanten Artikel wie diesen hier eben  ... Shadow

1.10.09 06:29, kommentieren

Lassen Sie sich in Deutschland nicht gegen "Schweinegrippe" oder "Neue Grippe" impfen!

Ich habe hier einen sehr interresanten Artikel zum Thema Schweinegripp gefunden ,durch den ich von der Seite www.duckhome.de aufmerksam geworden bin .

http://www.wodarg.de/show/2771235.html

29.9.09 20:39, kommentieren

Deutschland: »Gepanschte« Schweinegrippe-Impfstoffe?

Der Kppverlag bzw. Michael Grand hat einen doch sehr interresanten Bericht über die "Schweine"grippe publiziert in dem wie von vielen anderen auch (mich eingeschlossen) der zweck einer Impfung in frage gestellt wird.

http://info.kopp-verlag.de/news/deutschland-gepanschte-schweinegrippe-impfstoffe.html

und noch der Link zum erwähnten Artikel von der Welt

http://www.welt.de/die-welt/wissen/article4285457/Wirksamkeit-kontra-Sicherheit.html

11.8.09 06:31, kommentieren

Wie ein Medikament entwickelt, getestet und vermarktet wird.

Wer die Kapsel öffnet, anstatt sie zu schlucken, wird enttäuscht: weisses Pulver halt - wie Waschpulver. Man hoffte auf einen Hinweis, wie diese Prise es schafft, die Grippe zu heilen, auf eine Andeutung, woher der Stoff kommt, woraus er entstanden ist. Doch keine Spur der Reise von China über die USA in die Schweiz während der Herstellung, keine Anspielung auf Mäuse und Affen, die dem Menschen bei den Tests vorangegangen waren, kein Zeichen seiner Fähigkeit, im Körper in ein tiefes Tal mit Wänden aus Atomen zu tauchen und an dessen Grund festzumachen. Nur wer den Kilopreis ausrechnet, merkt, dass er eine besondere Substanz vor sich hat: Gold ist viermal billiger

Die Geschichte des Medikaments, das Apotheken heute unter dem Namen Tamiflu verkaufen, begann in Los Angeles. Es war der 14. Oktober 1992. Norbert Bischofberger war zum jährlichen Infektiologiekongress ICAAC gereist. Als Verantwortlicher für Forschung und Entwicklung der kleinen Biotechfirma Gilead aus Foster City bei San Francisco suchte er ständig nach neuen Projektideen. Nach einem der Vorträge schlenderte er an den Stellwänden vorbei, an denen Forschungsgruppen auf Plakaten noch unveröffentlichte Studien präsentierten. Da gab es Untersuchungen über Antibiotikaresistenzen, Neues zu Pilzerkrankungen, und mögliche HIV-Therapien wurden vorgeschlagen. Vor einem Plakat blieb Bischofberger lange stehen. Es waren die Resultate eines Tierversuchs. An der Monash University in Parkville, Australien, war ein Molekül entdeckt worden, das die Verbreitung des Grippevirus in Mäusen stoppte. Die kleine australische Firma Biota hatte die Forschung daran unterstützt und sich darauf mit dem britischen Pharmariesen Glaxo zusammengetan, der den Stoff GG167 weiterentwickeln und vermarkten wollte. Bischofberger war beeindruckt, doch irgendetwas begann ihn zu stören. Er konnte nicht sagen, was es war, aber er fühlte, dass es ein entscheidendes Detail sein musste.

Die Grippe war eine jener Krankheiten, der bis dahin keine Chemie gewachsen war. Neben der Impfung, die jedes Jahr mit anderem Impfstoff wiederholt werden musste und die nicht immer vor einem Ausbruch schützte, gab es nur zwei Präparate: Amantadin und Rimantadin. Beide hatten starke Nebenwirkungen und konnten nur einen von zwei Grippetypen in Schach halten. Zudem wurden die Grippeviren innerhalb weniger Tage resistent.

Was die Leute schluckten, wenn sie im Winter Fieber und Gliederschmerzen bekamen, waren keine Grippemedikamente. Die Pülverchen, Tropfen und Pillen bekämpften Symptome oder Begleitinfektionen, nicht aber das Grippevirus selbst. Dass trotzdem immer wieder von Grippemitteln die Rede war, hat mit der diffusen Krankheitsdefinition zu tun: Im Volksmund ist die Grippe eine unscharfe Versammlung von Fieber, Halsweh, Schnupfen und Gliederschmerzen. Die Mediziner hingegen meinen mit Grippe ausschliesslich die Infektion mit dem Influenzavirus, nicht aber Erkältungen, Katarrh oder Bronchitis. Da alle diese Krankheiten ähnliche Symptome begleiten und sie zudem oft zusammen auftreten, ist es für Laien unmöglich, sie auseinanderzuhalten, und selbst für Ärzte ist es schwierig. Eine Tatsache, die Bischofberger und seinen Kollegen noch Kopfzerbrechen bereiten sollte.

Dass sich ein gutes Grippemedikament verkaufen liesse, daran zweifelte in der Pharmabranche niemand. Der potentielle Markt war geradezu gigantisch. Allein in den USA, Japan und Westeuropa erkrankten jedes Jahr um die 100 Millionen Leute an einer Grippe. Und die Mortalitätsstatistik widerlegte ihre scheinbare Harmlosigkeit: In den USA starben jedes Jahr 20 000 meistens ältere Leute an einer Grippe oder ihren Begleitinfektionen. «Das sind mehr Leute, als an Aids sterben», sagt Bischofberger. Damit noch nicht genug. Etwa alle zwanzig Jahre bricht eine besonders tückische Grippe aus. Die bisher schlimmste, die «spanische Grippe», tötete im Winter 1918/19 weit mehr Leute, als im Ersten Weltkrieg ums Leben kamen - über 20 Millionen. Ein solches besonders gefährliches Grippevirus konnte jederzeit wieder entstehen und sich im Tempo der Passagierjets auf der ganzen Welt verbreiten. Jedes Land - auch die Schweiz - unterhält ein Überwachungsnetz und macht Katastrophenpläne, denn der richtige Impfstoff wäre nicht rechtzeitig und in ausreichender Menge verfügbar.

Bei solchen Marktaussichten hätte die Pharmaindustrie eigentlich alle Hebel in Bewegung setzten müssen. Doch es waren lange Zeit nur wenige, die ernsthaft nach einem Grippemittel suchten, und Bischofberger wusste nur zu gut, warum. «Wenn man überhaupt keine Ahnung hat, wie man das Problem angehen soll, ist es wahrscheinlich eine schlechte Idee, viel Geld in seine Lösung zu stecken.» Die Wissenschafter wussten einfach nicht, wie sich das Virus packen liess, denn es hatte eine tückische Eigenschaft: Es veränderte sich ständig. Das Immunsystem des menschlichen Körpers bekämpft Krankheitserreger, indem es Zellen erzeugt, die auf deren Zerstörung spezialisiert sind. Das braucht bei einer ersten Infektion etwas Zeit, dafür garantiert es bei jeder weiteren Ansteckung mit dem gleichen Mikroorganismus Immunität, da der Körper den Eindringling schon kennt und den Plan für die richtigen Abwehrzellen bereithält. Deshalb bekommt man höchstens einmal im Leben Masern oder Röteln. Wenn der Körper durch eine Impfung zur Produktion der richtigen Zellen angeregt wird, sogar überhaupt nie. Die Oberfläche der Grippeviren sieht jedoch jedes Jahr anders aus, so dass das Immunsystem sie nicht wiedererkennt. Die Pharmazeuten standen vor einem Problem, das offenbar nicht einmal das Immunsystem in Tausenden von Jahren der Evolution hatte lösen können: eine Strategie zu finden gegen einen Feind, der jedes Jahr in anderer Gestalt daherkommt.

Wie jedes Virus kann sich auch das Grippevirus nicht selbst reproduzieren. Um sich zu vermehren, muss es in eine Körperzelle des Menschen eindringen und ihr befehlen, neue Viren nach seinem Vorbild herzustellen. Diese neuen Viren verlassen die Wirtszelle, zerstören sie dabei und wiederholen ihr Spiel bei den nächsten Zellen. Die Oberfläche der Wirtszellen ist jedoch mit Sialinsäure bedeckt, an der die Viren kleben bleiben, wenn sie die Zelle verlassen wollen. Die Viren kommen nur los, weil auf ihrer Oberfläche ein Molekül sitzt, das diese klebrige Sialinsäure aufzulösen vermag. Dieses Molekül heisst Neuraminidase und wurde zum Schlüssel im Kampf gegen die Grippe.

Das Grippevirus maskiert sich jedes Jahr mit neuen Variationen der Neuraminidase, und auch ein weiteres Molekül auf seiner Oberfläche verändert sich ständig. Das machte die Bekämpfung der Grippe lange Zeit so aussichtslos. Bis 1983 australische Wissenschafter herausfanden, wie die Tausenden von Atomen des Neuraminidase-Moleküls räumlich angeordnet sind. Die Forscher sahen, wie sich seine Oberfläche mit jeder Grippesaison veränderte, doch sie fanden auch eine Stelle, die immer exakt gleich aussah: eine tiefe Spalte, in der offenbar die Sialinsäure aufgelöst wurde.

Diese Spalte war die Achillesferse des Grippevirus. Wenn es gelänge, sie mit einem anderen Stoff zu stopfen, dann würde die Sialinsäure nicht aufgelöst, und das Virus bliebe beim Versuch, die Wirtszelle zu verlassen, daran kleben. Genau einen solchen Stoff hatten die australischen Forscher entdeckt und an Mäusen getestet. Bischofberger studierte die Resultate auf dem Plakat und dachte, dass das Molekül GG167 tatsächlich zum ersten wirklichen Grippemedikament werden könnte. Doch dann merkte er, was ihn gestört hatte: Weil GG167 wegen seiner Struktur nicht vom Magen der Mäuse in die Blutbahn gelangen konnte, war es nutzlos, das Medikament zu schlucken. Es musste inhaliert werden. Die Wissenschafter von Biota und Glaxo sahen darin einen Vorteil. Schliesslich befinden sich die vom Virus befallenen Zellen vor allem in Rachen und Lunge. Bischofberger war anderer Meinung: Wenn die Leute die Wahl hätten zwischen Schlucken und Inhalieren, würden sie Schlucken vorziehen. Und er würde dafür sorgen, dass sie etwas zu schlucken hatten.

Kurze Zeit nach der Konferenz arbeiteten im Hauptquartier von Gilead in Foster City bei San Francisco bereits zehn Leute am Grippeprojekt.

Ein Molekül zu finden, das irgendwie in die Spalte der Neuraminidase passt, ist im Grunde einfach. «Das ist eine Prüfungsaufgabe für Chemiestudenten», sagt Bischofberger. Doch ein Molekül, das als Grippemedikament Karriere machen wollte, musste noch viele andere Bedingungen erfüllen. Es musste so potent sein, dass es als kleine Pille wirkte. Es musste selektiv wirken, damit nur die Neuraminidase der Grippeviren blockiert würde und nicht noch andere ähnliche Moleküle. Es durfte im Körper nicht zu schnell abgebaut werden. Und musste natürlich ungiftig sein.

Chemiker, Biologen und Computerspezialisten von Gilead machten sich auf die Suche nach einem Stoff mit diesem Profil. Die Computerleute arbeiteten mit einem dreidimensionalen Modell der Neuraminidase am Bildschirm. Sie entwarfen virtuelle Moleküle, die sich möglichst gut in der Spalte versenken liessen. Der Computer rechnete aus, ob das Molekül auch Platz hatte und mit welcher Kraft es dort festgehalten wurde. Wenn die Computerleute ein viel versprechendes Molekül gefunden hatten, versuchten die Chemiker, es im Labor herzustellen. Sobald diese ein paar Milligramm des Stoffes zusammen hatten, testeten die Biologen dessen Wirksamkeit im Reagenzglas. Sie stellten fest, ob das Molekül die Spalte der Neuraminidase wirklich blockierte und ob es in Gewebekulturen die Vermehrung von Grippeviren damit verhinderte. Meistens tat es das nicht oder nicht gut genug, und die Biologen spielten den Ball an die Computerspezialisten zurück. Etwa 600 Substanzen wurden so geprüft. 50 davon schienen aussichtsvoll genug, dass man ihre Wirkung an Tieren testete. Gegen Ende 1995 schien ein Molekül aus 44 Atomen alle Bedingungen zu erfüllen: GS4071.

Doch als die Gilead-Forscher die Substanz an Mäuse verfütterten, hatten sie damit das gleiche Problem wie Glaxo mit ihrem Stoff: GS4071 gelangte nicht vom Magen ins Blut. Ein Teil des Moleküls war stark negativ geladen und konnte die Magenwand deshalb nicht überwinden. Auch GS4071 hätte inhaliert werden müssen, genau was Bischofberger um jeden Preis hatte verhindern wollen. Dann fanden die Chemiker die Lösung: Der geladene Teil des Moleküls konnte hinter einer kleinen Atomgruppe versteckt werden, die im Blut rasch abgespalten wurde. Das neue Molekül hiess GS4104.

Gilead hatte innerhalb von drei Jahren einen Stoff entwickelt, der in Mäusen das Grippevirus erfolgreich bekämpfte. Da Mäuse nicht Grippesymptome zeigen wie Menschen, war der neue Stoff auch an Frettchen, einer Art Iltis, getestet worden, die bei einer Influenzainfektion niesen, husten und glasige Augen bekommen. Das Medikament wirkte. Das war eine gute Nachricht für grippekranke Frettchen. Herauszufinden, ob es auch für den Menschen eine gute Nachricht war, würde ein Vermögen kosten, das wusste Bischofberger. Die Kosten für die Entwicklung eines Medikaments von der Entdeckung des Wirkstoffs bis zur Marktzulassung werden auf 500 Millionen bis 1 Milliarde Franken geschätzt. Genauere Zahlen sind streng gehütete Geheimnisse der Hersteller. Etwa zwei Drittel der Kosten, schätzt Bischofberger, entfallen auf die klinischen Tests, die Prüfung des neuen Medikaments am Menschen. Der Zeitpunkt war gekommen, einen Partner zu suchen.

Im Januar 1996 begann Gilead mit verschiedenen grossen pharmazeutischen Firmen über die Lizenzierung von GS4104 zu verhandeln, darunter war auch der Basler Pharmakonzern Roche. Roche hatte in seiner neuen Konzernstrategie eben festgeschrieben, in den kommenden zehn Jahren bei den Medikamenten gegen virale Infektionskrankheiten marktführend zu werden. Dazu passte ein Grippemedikament perfekt.

Die Verhandlungen dauerten Monate. Eine kleine Gruppe von Experten versuchte bei Roche, das finanzielle Risiko, das man mit einem Vertrag einging, möglichst genau abzuschätzen. Liesse sich das Molekül patentieren? Konnten die Resultate aus den Tierversuchen auf den Menschen übertragen werden? Liesse sich GS4104 in grossen Mengen herstellen? Und wie viel wäre einem Grippepatienten die Behandlung wert? Die Marktforscher schwärmten aus und kamen mit der Schätzung «fünfzig Dollar» zurück.

Am 30. September 1996, neun Monate nach Verhandlungsbeginn, gaben Roche und Gilead Sciences den Vertragsabschluss bekannt. Roche sicherte sich die Lizenzrechte an GS4104. Gilead erhielt dafür sofort zehn Millionen Dollar, die Garantie für vierzig Millionen nach Erreichen bestimmter Zwischenziele während der weiteren Entwicklung und später eine Gewinnbeteiligung in unbekannter Höhe.

Nun begann das Wettrennen, wer als Erster auf dem Markt sein würde. Der Konkurrent Glaxo - mittlerweile mit Wellcome zu Glaxo Wellcome fusioniert - war schon daran, seinen Stoff GG167 an Menschen zu testen. Wenn Roche diesen Vorsprung noch einholen wollte, musste jetzt schnell eine genug grosse Menge des Wirkstoffs GS4104 für die eigenen Tests produziert werden. Doch mit dem ursprünglichen Herstellungsverfahren hatten die Chemiker von Gilead noch nicht einmal hundert Gramm geschafft.

So einfach die Verbindung GS4104 auf dem Papier aussah, so schwierig war sie herzustellen. Für die zwölf Syntheseschritte zwischen Rohmaterial und Endprodukt hatten die Chemiker von Gilead seltene und giftige Chemikalien verwendet, und sie setzten Azide ein, Stoffe die in der Chemikersprache zur «schnellen Zersetzung», also zur Explosion neigten.

Sieben Tage nach Vertragsabschluss zwischen Roche und Gilead, am 7. Oktober 1997, sass Martin Karpf im Flugzeug nach San Francisco. Karpf war Chemiker in der Abteilung für Verfahrensforschung der Roche und wusste aus Erfahrung, dass die effiziente Herstellung eines neuen Stoffes am Anfang oft schwierig oder unmöglich erschien. Als er an der Synthese von Xenical gearbeitet hatte, hatten ihm Kollegen deswegen geraten, die Finger davon zu lassen. «Heute machen wir es tonnenweise.» Es war der komplexe Aufbau vieler neuer Medikamente, der sie zur Knacknuss der Verfahrenschemiker werden liess. GS4104 war keine Ausnahme.

Die Forscher von Gilead hatten die am Computer entwickelten Moleküle für ihre Tests nur in kleinen Mengen gebraucht. Ob ein Rohstoff teuer war, ein Verfahrensschritt umständlich oder gefährlich, spielte da noch keine Rolle. Hauptsache, es ging schnell. Doch für die klinischen Tests würde man GS4104 kiloweise, für die spätere Markteinführung tonnenweise brauchen.

Und es gab noch ein weiteres Problem: Als Rohstoff hatten die Gilead-Chemiker Chinasäure benutzt, die als Nebenprodukt anfällt, wenn aus Chinarinde Chinin für Tonic-Wasser gewonnen wird. Doch es stellte sich heraus, dass es für die Produktion im grossen Stil auf der ganzen Welt nicht genug Chinasäure gab. Überdies kam sie aus Zentralafrika. Die politisch instabile Lage dort hätte zu Lieferproblemen führen können.

Wegen des grossen Zeitdrucks entschieden sich Karpf und seine Mitarbeiter für eine Doppelstrategie: für die klinischen Studien würden sie das Medikament noch aus Chinasäure gewinnen und gleichzeitig an einer neuen Synthese auf der Basis von Shikimisäure arbeiten. Der Katalogpreis von Shikimisäure war zwar dramatisch höher, doch hatte der neue Rohstoff andere Vorteile: Er liess sich effizienter nutzen, und es brauchte nur elf chemische Umsetzungen, bis sich aus ihm das Endprodukt GS4104 gewinnen liess, nicht zwölf wie bei der Chinasäure; zudem fand die Logistik von Roche heraus, dass Shikimisäure aus China in grösseren Mengen und zu günstigen Konditionen bezogen werden kann. Und sie würde sich später auch von gentechnisch veränderten Bakterien herstellen lassen. Die Abhängigkeit von wenigen Lieferanten wäre also kein Problem.

Am 1. November 1996, einen Monat nach Vertragsabschluss, begannen in der Roche-Niederlassung in Welwyn, England, die Vorarbeiten für die klinischen Tests von GS4104. Der Stoff hatte bei Frettchen gewirkt und Mäuse nicht vergiftet. Das nächste Versuchstier würde der Mensch sein. Wie alle neuen Medikamente musste auch GS4104 drei Phasen dieser klinischen Studien durchlaufen: In Phase I wird an einer kleinen Gruppe von gesunden Menschen getestet, in welchem Bereich die beste Dosierung liegt und ob es unerwartete Nebenwirkungen zeitigt. In Phase II bekommt eine kleine Gruppe von Grippekranken das Medikament. Phase III ist der Test unter realistischen Bedingungen an Hunderten von Grippekranken.

Normalerweise dauern die drei Phasen sieben Jahre. Doch mit Blick auf den Vorsprung von Glaxo Wellcome, deren Stoff bereits die Phase II der Tests durchlaufen hatte, setzte das Management von Roche die Markteinführung von GS4104 kühn auf das Jahr 2000 an. Das liess ganze drei Jahre für die klinischen Studien und das Bewilligungsverfahren, das in der Regel alleine etwa ein Jahr dauert.

In Welwyn war Penny Ward mit ihrem Team für den Aufbau der Studien zuständig. Um zu bestimmen, wie und vor allem mit wie vielen Leuten die Studien durchgeführt werden mussten, behielten sie immer das wichtigste Ziel im Auge: die Zulassung in den USA, dem grössten potentiellen Markt für das neue Medikament. Die Unterlagen, die man dort einreichte, würden mit einigen Anpassungen auch in den meisten andern Ländern akzeptiert werden.

Bei den zwei bisher zugelassenen Grippemedikamenten Amantadin und Rimantadin hatte die amerikanische Zulassungsbehörde FDA eine Verkürzung der Grippe um mindestens einen Tag gefordert. Auch der Wirkstoff der Konkurrenz, GG167 von Glaxo Wellcome, der inzwischen den Namen Zanamivir bekommen hatte, musste diese Bedingung erfüllen. Die FDA wollte auch wissen, wie Roche die Dauer der Krankheit und ihre Stärke messen würde, ein bei der Grippe überraschend schwieriges Problem. «Grippe ist eine subjektive Krankheit», sagt Ward, «selbst wenn zwei Leute genau gleich stark vom Virus befallen sind, kann es dem einen gut gehen und dem anderen lausig.»

Ward liess Grippeexperten aus der ganzen Welt nach England kommen; sie sollten das Krankheitsbild möglichst präzis bestimmen. Nach einer langen Sitzung entschieden sie sich für eine exakt definierte Mischung aus 14 Symptomen wie Fieber, Gelenkschmerzen, Husten, Halsweh, Schnupfen und Müdigkeit. Ward wusste, dass die präzise Diagnose der Grippe nach Symptomen für den Erfolg der Studien entscheidend sein würde, denn letztlich würden die Versuchsteilnehmer danach ausgewählt und dabei Grippekranke von Leuten, die bloss an einer Erkältung litten, unterschieden. GS4104 wirkte nur gegen das Influenzavirus. Jeder Versuchsteilnehmer, der nicht wirklich an Influenza erkrankt war, würde als Patient in die Statistik eingehen, bei dem das Medikament nicht gewirkt hatte. Wirklich zuverlässig konnten Grippeviren nur im Labor nachgewiesen werden. Doch bis der Abstrich aus dem Rachen analysiert zurück kam, war die Grippe vorbei. Damit musste Renata Crome fertig werden, die in Welwyn für die Durchführung der Studien zuständig war.

Für die Phase I war das noch kein Problem. Sie hatte den Zweck, an einigen Dutzend gesunden Menschen Verträglichkeit und Dosierung des neuen Stoffes zu testen. Am Dienstag, dem 11. März 1997, nahm der erste Mensch zehn Milligramm GS4104 ein, ein Molekül, das es in der Natur nicht gab, das am Computer entworfen und im Labor entstanden war und das noch nie zuvor ein Mensch geschluckt hatte. Er gehörte zur Gruppe der acht ersten Versuchspersonen, an denen beobachtet wurde, wie das Virus ins Blut ging und wieder ausgeschieden wurde. Nachdem in den nächsten 24 Stunden keine Nebenwirkungen aufgetaucht waren, bekam die nächste Gruppe eine höhere Dosis verabreicht. Die Menge wurde gesteigert bis zur vorgesehenen normalen Dosis von 50 bis 100 Milligramm und weit darüber hinaus. Man musste wissen, wie der Körper auf eine Überdosis GS4104 reagiert.

Alles ging nach Plan: GS4104 wurde vom Körper gut aufgenommen und hatte keine unerwarteten Nebenwirkungen. Roche überwies Gilead den ersten Teil der 40 Millionen Dollar, deren Bezahlung im Vertrag bei der Erreichung bestimmter Zwischenziele vereinbart worden war, Crome nahm Phase II in Angriff.

Für Phase II mussten die Versuchspersonen wirklich an einer Grippe erkrankt sein, denn nun galt es zu testen, ob und vor allem in welcher Dosis das Medikament wirkte. Da es in dieser Jahreszeit - es war Mai geworden - weit und breit keine Grippe gab, entschloss sich Ward, die freiwilligen Versuchsteilnehmer mit einem schwachen Grippevirus zu infizieren, ein übliches Verfahren. Am 29. Mai 1997 steckte der Versuchsleiter 117 Testpersonen mit dem Grippevirus A/Texas/36/91 getränkte Wattebausche in beide Nasenlöcher. 28 Stunden später begannen 80 von ihnen GS4104 in verschiedenen Dosen zu schlucken. Die anderen 37 hatten mit der Einnahme bereits 26 Stunden vor der Ansteckung begonnen. An ihnen wollte man herausfinden, ob GS4104 zur Vorbeugung taugt. Zum ersten Mal zeigte das neue Medikament, dass es nicht nur in Frettchen wirkt, sondern auch in Menschen. Die Symptome waren nach durchschnittlich 53 Stunden abgeklungen, ohne Behandlung dauerte die Krankheit 95 Stunden.

Alle Erwartungen hatten sich erfüllt. Jetzt musste nur noch die Phase III klappen: der Test des Medikaments unter realen Bedingungen an Hunderten von Grippekranken. Ein «logistischer Albtraum», wie es Crome heute ausdrückt.

Die Probleme begannen damit, dass die Behandlung mit GS4104 innerhalb von 48 Stunden nach dem Auftreten der ersten Symptome einsetzen musste. Sonst würde das Medikament nicht mehr helfen. Doch die meisten Leute gehen nicht schon bei den ersten Grippesymptomen zum Arzt. Es würde also schwierig werden, genügend Versuchsteilnehmer zu finden. Crome wusste nicht einmal, wo sie nach ihnen Ausschau halten sollte.

Wer ein Medikament gegen ein Leiden wie Arthritis oder Neurodermitis entwickelte, fand für seine Tests in spezialisierten Kliniken ständig ein Reservoir an Testpersonen. Doch die Grippe überzog die Nordhalbkugel jeden Winter in einer Welle, die einmal spät in Finnland begann, dann wieder früh aus Alaska kam. Mal übersprang sie die grossen Städte, dann wieder brach sie in London und Paris gleichzeitig aus. Crome musste auf jedes dieser Szenarien vorbereitet sein. Sie rekrutierte in der ganzen Welt über 300 Ärzte, die das Medikament an ihren Patienten testen sollten, falls die Grippe bei ihnen vorbeikäme. Obwohl sie wusste, dass nur ein kleiner Teil davon zum Einsatz kommen würde, musste jeder Arzt mit Labormaterial und Formularen ausgerüstet und in der Diagnose ausgebildet werden.

Und diese Diagnose bereitete Crome und Ward immer noch Sorgen. Zwar hatten die von ihnen versammelten Spezialisten einen genauen Katalog von Symptomen zusammengestellt, doch selbst sie zweifelten daran, dass die Ärzte allein damit eine Grippe sauber von einer Erkältung unterscheiden könnten. «Experten prophezeiten uns, dass nicht mehr als 30 Prozent der nach den vieldeutigen Symptomen ausgewählten Testpersonen wirklich eine Grippe haben würden», sagt Crome.

Das hätte die Studie aber zu Fall gebracht, also wurde eine zweite Sicherung eingebaut. Die Idee war, dass Testpersonen nur in Regionen mit gesichertem Grippeausbruch rekrutiert wurden. Wenn die Leute in einer solchen Region mit Grippesymptomen zum Arzt gingen, war die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie auch wirklich Grippe hatten. Dazu brauchte Crome genaue Daten über die Grippeaktivität in den einzelnen Ländern. Zwar überwachen die meisten Gesundheitsbehörden den Ausbruch der Grippe in ihrem Land, doch waren die Daten für die Phase III nicht aktuell genug.

«Die Grippe ist eine schnelle Krankheit», sagt Ward. Eine Grippewelle dauert in einer Region nur etwa sechs Wochen. Um in diesem Zeitraum möglichst viele Versuchspersonen zu rekrutieren, musste man früh damit beginnen. Damit Roche so schnell wie möglich von einem Grippeausbruch erfahren würde, unterstützte man die offiziellen Frühwarnsysteme, und Crome ergänzte sie durch eine eigene Frühwarnung. Ein Teil der aufgebotenen 300 Ärzte nahmen bei Grippeverdacht Abstriche aus dem Rachen ihrer Patienten und liessen sie auf Grippeviren untersuchen. Hatte die Zunahme der Konsultationen von Patienten mit Grippesymptomen einen bestimmten Wert erreicht und waren in einer Woche zwei positive Proben im Umkreis von zehn Meilen gefunden worden, würde Crome Alarm schlagen. Dann würden die Ärzte in der Region innerhalb von 24 Stunden mit GS4104 aus einem Depot beliefert, das Roche in jedem Land angelegt hatte. Das Medikament bereits im Voraus an alle Ärzte abzugeben, war nicht möglich, da es nicht genug davon gab.

Am 1. November 1997 war alles bereit. Die Chemiker hatten zwanzig Kilogramm Wirkstoff hergestellt, das Frühwarnsystem war aktiviert, die Ärzte waren bereit. Das Warten begann.

Am 25. November deuteten die Daten aus Vancouver auf einen Grippeausbruch hin. Die Region wurde aktiviert, jeder Arzt angewiesen, GS4104 an Versuchspersonen abzugeben. Doch wider Erwarten verbreitete sich die Grippe nicht. Zum Schluss war in Vancouver eine einzige Person mit dem neuen Medikament behandelt worden. «Wir warteten und warteten, und es gab keine Fälle mehr», sagt Crome. Während des ganzen Dezembers kein weiterer Alarm. Auch der Januar verlief grippefrei, und Crome begann um die Studie zu fürchten. Erst im Februar tauchten die nächsten Patienten auf, und viele waren es nicht. «Wir mussten unsere Versuchspersonen zusammenkratzen, wo wir konnten.»

Am 15. April wurde die 1355ste und letzte Person rekrutiert. Es waren weniger, als sich die Statistiker gewünscht hätten. Die Grippe des Winters 1997/98 war nicht nur spät dran, sondern auch mild.

Für jede Testperson traf ein Datensatz in England ein mit dem Fieberverlauf, Symptomen wie Husten und Schnupfen sowie Fragebogen über das Befinden. Die Spannung wuchs. Von fünf Medikamenten, die klinische Studien durchlaufen, wird durchschnittlich eines zugelassen. Wenn GS4104 zu den Verlierern gehörte, wären Hunderte von Millionen Franken, die Roche zu diesem Zeitpunkt bereits ausgegeben hatte, verloren.

Damit bei der Analyse ausschliesslich die Wirkung von GS4104 erhoben wurde, musste die Studie doppelblind geführt werden. Ein Teil der Versuchspersonen bekam anstelle des Medikaments eine gleich aussehende Kapsel ohne Wirkstoff. Weder Patient noch Arzt wussten aber, ob sie es mit dem Medikament oder mit dem Placebo zu tun hatten. Diese Prozedur war nötig, da es vielen Leuten allein deshalb besser geht, weil sie eine Pille bekommen, unabhängig davon, ob darin ein Wirkstoff ist. Bei der Datenbereinigung in England wussten auch die Roche-Leute noch nicht, wer das Medikament bekommen hatte und wer ein Placebo. Anhand der Analysen der Rachenabstriche wussten sie aber, dass sich ihre Art der Diagnose, kombiniert mit dem Frühwarnsystem, bewährt hatte: Siebzig Prozent der Versuchspersonen in Phase III hatten tatsächlich Grippe.

Am 21. Juni 1998 waren alle Daten erfasst. Dem Computer wurde die geheime Liste gefüttert mit der Zuordnung von Placebo und Wirkstoff. Ein paar Tage später kamen die Resultate. Das Medikament funktionierte! Wer GS4104 verabreicht bekommen hatte, bei dem war die Grippe etwa eineinhalb Tage früher abgeklungen, vorausgesetzt, er hatte das Medikament innerhalb von 36 Stunden nach Auftreten der Symptome eingenommen. Die Bedingung der FDA war erfüllt.

Ein halbes Jahr später, am 24. März 1999, reichte Roche bei der FDA des Gesuch für die Zulassung des Wirkstoffes GS4104 als Medikament gegen Influenza ein. Sieben Wochen später fuhr ein Lastwagen mit 261 Bundesordnern von Basel nach Bern. Er brachte die auf Schweizer Normen umgearbeiteten Zulassungsunterlagen zur Interkantonalen Kontrollstelle für Heilmittel (IKS). Sie enthielten die Zusammensetzung, Herstellung und Wirkung von GS4104. Die Toxizitätstests an Tieren waren beschrieben, die Syntheseschritte der Herstellung und die Daten der klinischen Studien. Nur eines fehlte: GS4104 hatte noch keinen Namen.

Ein Medikament trägt normalerweise zwei Namen: einen für den Wirkstoff und einen Markennamen, unter dem es unter die Leute gebracht wird. Als Wirkstoffnamen für GS4104 hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Bezeichnung Oseltamivir bewilligt. Nach einem Markennamen suchte Roche schon seit zwei Jahren: Man hatte aus einer ersten Liste mit über tausend Namen fünfzig ausgewählt und der Marktforschung übergeben. Ärzte und Apotheker trugen ihre Assoziationen zu den Namen in Fragebogen ein. Es wurde geprüft, ob sie in anderen Sprachen nicht etwa eine unbeabsichtigte Bedeutung haben, oder ob ihr Klang nicht zu nahe beim Namen eines anderen Produktes lag. Im Februar 1999, einen Monat vor der Einreichung des Zulassungsgesuchs, glaubte man, fündig geworden zu sein. Doch eine Firma mit ähnlichem Namen erhob Einspruch, und Roche musste im Sommer 1999 auf den Ersatzkandidaten Tamiflu zurückgreifen.

Am 24. September 1999, noch rechtzeitig vor dem Start der Grippesaison, erhielt Tamiflu die Marktzulassung in der Schweiz, vier Wochen später in den USA. Fast sieben Jahre waren vergangen, seit Norbert Bischofberger bei Gilead die Entwicklung des Grippemittels angestossen hatte. Eine ungewöhnlich kurze Zeit. Normalerweise dauert der ganze Prozess 10 bis 15 Jahre. Der Wirkstoff GG167 von Glaxo Wellcome, der Bischofberger damals auf die Idee gebracht hatte, hiess inzwischen Relenza und hatte die Zulassung in der Schweiz drei Monate zuvor erhalten.

Am 1. Oktober 1999 boten die Schweizer Apotheker erstmals die weisse Schachtel mit der Aufschrift «Tamiflu®, Oseltamivirum, 75 mg, 10 Kapseln» an - für Fr. 86.40. Bloss wusste das fast niemand. Wie jedes Medikament, das auf einem neuen Wirkstoff basiert, ist Tamiflu die ersten fünf Jahre nur gegen Rezept erhältlich, und für rezeptpflichtige Medikamente darf in der Schweiz nicht geworben werden. Das stellte das Marketing von Roche vor ein grosses Problem, denn solange die Leute nicht wussten, dass ihnen der Arzt ein Grippemedikament verschreiben konnte, würden sie mit Fieber und Gliederschmerzen nicht zum Arzt gehen. «Man hatte den Leuten 70 Jahre lang gesagt: », sagt Mathias Dick, Product Manager für Roche Pharma Schweiz, der eine grosse Aufklärungskampagne plante, «jetzt mussten wir die Leute zum Arzt bringen.»

Dick überschwemmte die Schweiz mit 5,4 Millionen kreditkartengrossen Merkzetteln, die den Unterschied zwischen einer Grippe und einer Erkältung erklärten, eine Telefonnummer für Beratung und eine Internetadresse enthielten. Er liess Plakate aushängen mit der Aufschrift «Kennen Sie Influenza? Informieren Sie sich über Grippe. Jetzt. www.tamiflu.ch». Für die IKS hatte er damit die Grenze der Legalität überschritten: Die Kontrollstelle verbot Roche, in der Werbung den Namen Tamiflu in der Internetadresse zu nennen.

Auch Ärzte und Apotheker mussten auf Tamiflu aufmerksam gemacht werden. Dick und sein Team organisierten eine Informations-Tournee zum neuen Präparat durch zwölf Schweizer Städte. Und schliesslich wurden Journalisten aus der Schweiz zur Pressekonferenz nach London eingeladen, wo Professoren darüber referierten, wie gefährlich die Grippe ist, welchen volkswirtschaftlichen Schaden sie anrichtet und wie Tamiflu wirkt.

Die Reaktionen waren gemischt. «Die neuen Medikamente gegen Grippe wirken Wunder», titelte die «Schweizer Illustrierte». Deren Medizinjournalist war selber an einer Grippe erkrankt und spürte «förmlich, wie Tamiflu die Grippeviren ausser Gefecht setzte». Andere Zeitungen hoben hervor, dass die Einnahme von Tamiflu für Risikogruppen wie alte Leute oder HIV-Infizierte sinnvoll sein könne. Auch bei einer Pandemie wäre man froh um das Präparat. Der «Tages-Anzeiger» schrieb hingegen über «Grippemedizin, die kaum nützt». Die für den Artikel befragten Ärzte befürchteten, das Präparat könnte die Leute von der Impfung abhalten - mit knapp zwanzig Franken die billigste Art der Grippebekämpfung. Zudem empfanden viele den Nutzen von Tamiflu im Verhältnis zu seinem Preis als gering. Vor allem wenn sie - das alte Problem - bei drei von zehn Patienten eine Grippe diagnostizierten, die gar keine war, und Tamiflu vergeblich einsetzen.

Unabhängig von der ungewöhnlichen Entstehung am Computer, der erstaunlichen Fähigkeit, die Verbreitung des Virus zu stoppen, und der schwierigen und teuren Herstellung wird Tamiflu von den Ärzten und Patienten allein nach dem Verhältnis zwischen Nutzen und Kosten beurteilt. Die Schweizer Krankenkassen übernehmen die Grippemittel nicht. «Die Verkürzung der Grippedauer um einen Tag scheint nicht viel zu sein», sagt die Leiterin der klinischen Studien, Penny Ward, «doch wenn es der Tag ist, an dem man auf Hochzeitsreise geht, dann ist dieser Tag sehr wertvoll für eine einzelne Person.» Bloss: nicht jeder Tag ist so wichtig.

Weil Tamiflu sich nur gut verkaufen wird, wenn die Leute ihr Verhalten ändern, schätzt Dick, dass die Markteinführung deutlich länger dauern wird als normal: «Ich rechne mit fünf bis zehn Jahren.» Ob sich Tamiflu zum Verkaufsrenner entwickeln wird, hängt von vielen Faktoren ab: Wie stark sind die Grippewellen? Wird sich die Grippe mit Schnelltests besser diagnostizieren lassen? Kommt die Pandemie? Welche Konkurrenzprodukte kommen auf den Markt?

Glaxo Wellcome und Biota haben bereits die Entwicklung eines neuen Grippemedikaments angekündigt, und auch Johnson & Johnson wollen demnächst ein Mittel auf den Markt bringen. Im Moment hat Roche aber die Nase vorn. Während der Grippesaison von Dezember 1999 bis März 2000 ist Tamiflu für 100 Millionen Franken verkauft worden. Das Mittel Relenza des Konkurrenten Glaxo Wellcome, das inhaliert werden muss, hatte weniger Erfolg. Der Marktanteil von Tamiflu betrug in der ersten Grippesaison 70 Prozent. Offenbar ziehen die Leute das Pillenschlucken dem Inhalieren vor. Bischofberger hatte Recht bekommen.

http://www.nzzfolio.ch/www/d80bd71b-b264-4db4-afd0-277884b93470/showarticle/81bb3c96-9216-4eb5-b602-7e0937369c79.aspx

Kommentar von Shadow : Sehr interresanter und informativer Artikel den ich zufällig als Verlinkung gefunden habe bei diesem "Erguss der freude über die Schweinegrippe"

http://www.flegel-g.de/besorgnis.html

8.8.09 11:37, kommentieren

Ein unmoralisches Angebot: Wie viel Euros ist ein Menschenleben wert?

Welche Möglichkeiten es gibt, den Bürgern und Bürgerinnen das Geld aus der Tasche zu ziehen um die Wirtschaft wieder anzukurbeln, haben wir bereits die vergangenen Monate erleben dürfen. Finanzspritzen in Form von Konjunkturpaketen, Staatshilfe hier, Staatshilfe dort. Vielen ist bereits aufgefallen wer am Ende dabei profitiert. In mehr Fällen waren die Empfänger genau jene, die nichts in den Markt haben zurückfließen lassen. Andere wurden hängen gelassen, vertröstet oder der Vorwurf der Selbstverschuldung wurde erhoben.

Nachdem nun die größten Resourcen geplündert sind, geht man andere Wege. Man macht sich die Sorge der Gesundheit zu nutzen - die Krankenkassen spielen den Ball zu. Wie man es auch zu drehen und wenden versucht: Am Ende zahlt der Steuerzahler.

Auf Grund der vorgesehenen Impfungen gegen die Neue Grippe, fälschlicherweise auch Schweinegrippe genannt, sprechen die Krankenkassen von Beitragserhöhungen zur Finanzierung. Promt meldet sich die Politik zu Wort und will die Kassen zur Gratisimpfung zwingen. Natürlich meldet sich sofort der Spitzenverband der GKV und erwähnt die zusätzlichen Kosten durch eine Sondereinzahlung in den Gesundheitsfonds finanziert zu wissen. Selbstverständlich aus Steuermitteln, worauf hin die Große Koalition umgehend versucht abzuwiegeln das diese Forderungen "unangemessen", "unseriös" und "unverantwortlich" seien.

Tja, sind wir doch mal ehrlich: Wer hat denn die Bestellung der Impfdosen bezahlt? Etwa die urlaubende Frau Gesundheitsministerin Ulla Schmidt? Denken Sie nur nicht! Die kann sich nicht mal ein Taxi, geschweige denn eine Busfahrkarte leisten - die nimmt lieber den Dienstwagen und der wird schließlich vom Steuerzahler finanziert.
Andere Frage: Wer profitiert durch die Impfungen? Genau, jene die nichts in den Markt zurückfließen lassen! So wie die Banker.

Na dann "gute Preise, gute Besserung". Am Ende zahlen immer Sie - auch wenn der angebliche Impfstoff (Tamiflu) nur ein Placebo ist! Der eigentliche Impfstoff steckt nämlich noch in der Entwicklung und für den sucht man nun händeringend Probanten - auch Kinder und Jugendliche. Alles eine Frage des Geldes! Wie, Ihr Kind will kein Versuchskanninchen sein? Ha! Es gibt doch Ritalin...


Infos:
Focus
Spiegel
Süddeutsche
Stern

 http://www.duckhome.de/tb/archives/6995-Ein-unmoralisches-Angebot-Wie-viel-Euros-ist-ein-Menschenleben-wert.html

1 Kommentar 7.8.09 02:19, kommentieren

Fragen an das Gesundheitsministerium zur Schweinegrippe (A/H1N1)

Gert Flegelskamp

Rhönstr. 17
63071 Offenbach
01.08.2009
Mail: gert@flegel-g.de

An das
Gesundheitsministerium
der Bundesrepublik Deutschland

eMail: poststelle@bmg.bund.de

z. Hd. der Gesundheitsministerin Ulla Schmidt
des Staatssekretärs Dr. Klaus Theo Schröder
und der parlamentarischen Staatssekretäre/Staatssekretärin Rolf Schwanitz, Marion Caspers-Merk


Betr.: Fragen an das Gesundheitsministerium zur Schweinegrippe (A/H1N1)

Sehr geehrte Damen und Herren,


entspricht es den Tatsachen, dass die amerikanische Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius einen Erlass unterzeichnet hat, der den Herstellern von Impfstoffen gegen die Schweinegrippe vollständige rechtliche Immunität bei allen Strafverfahren garantiert, die im Zusammenhang mit neuen "Schweinegrippe"-Impfstoffen angestrengt werden könnten?
Plant das Gesundheitsministerium für Deutschland ein gleiches oder ähnliches Vorgehen? Wer übernimmt in Deutschland die rechtliche Verantwortung, wenn der Impfstoff von einem amerikanischen Pharmakonzern entwickelt und vertrieben wird, der aufgrund des Erlasses der US-Gesundheitsministerin auch gegen rechtliche Schritte aus dem Ausland (hier Deutschland) nicht beklagbar ist, wenn als Folge der Impfung unbekannte Nebenwirkungen mit nicht absehbaren Folgen auftreten?

Welches wissenschaftliche Institut hat den nötigen wissenschaftlichen Beweis für das Vorliegen des Influenza-A-H1N1-Virus erbracht. Für einen solchen Beweis ist es nach meiner Kenntnis erforderlich, dass Virus nach wissenschaftlichen Kriterien vollständig zu isolieren, zu bestimmen und mit einem Elektronenmikroskop zu fotografieren.

Wer ist in der Bundesrepublik Deutschland für die Zählung eindeutig nachgewiesener Infektionen mit dem Influenza-Virus A/H1N1 zuständig und wie wird sichergestellt, dass nicht nur bloße Verdachtsfälle ohne wissenschaftlichen Nachweis in die offizielle Zählung der stattgefundenen Ansteckungen gelangen? Normale Arztpraxen haben weder die Geräte noch das erforderliche Fachwissen, den eindeutigen Nachweis über die definitive Ansteckung mit dem Virus zu führen.

Ist es richtig, dass 1976 in Fort Dix in New Jersey (USA) eine Schweinegrippe aufgetreten ist, die ebenfalls als "sehr bedrohlich" eingestuft wurde und sich in der Folge ca. 40 Millionen Amerikaner in einer groß angelegten Impfkampagne haben impfen lassen, von denen als Folge der Impfung ca. 500 am Guillain-Barre-Syndrom und anderen Nebenwirkungen erkrankten? Hat sich nicht die Grippe als relativ harmlos herausgestellt, während die Impfung für die vorgenenannten Erkrankungen verantwortlich war und musste nicht die amerikanische Regierung Schadenersatz leisten? Präsident Gerald Ford hat sich damals sehr werbewirksam vor laufenden Kameras impfen lassen, obwohl natürlich kaum jemand sagen kann, ob die Spritze wirklich den Impfstoff oder nur eine harmlose Kochsalzlösung enthielt.

Liegt die Springerzeitschrift WELT richtig, wenn sie in ihrem Artikel vom 27.07. 2009 "Warum die Schweinegrippe ein Glücksfall ist" davon ausgeht, dass die geplante Impfkampagne aufgrund des milden Verlaufs der Schweinegrippe lediglich eine Probe für den Ernstfall darstellt? Wenn die Zeitschrift richtig liegt, wie beurteilen Sie dann den damit verbundenen immensen Aufwand und die damit verbundenen Kosten? Wie wird das Gesundheitsministerium reagieren, wenn die Krankenkassen wegen dieser Kampagnen evtl. einseitig, also nicht über eine generelle und paritätisch auch von den Arbeitgebern mitzutragende Beitragserhöhung Zusatzbeiträge von ihren Mitgliedern fordert, obwohl der milde Verlauf dieser Grippe diesen Aufwand keinesfalls rechtfertigt? Werden die "Impfwilligen" darüber informiert, dass diese Impfung eigentlich nur eine Probe für einen Ernstfall darstellt, der mit der Schweinegrippe entgegen den ersten Berichten der WHO und ihrer panikartigen Reaktion nicht gegeben ist? Wie bewertet das Gesundheitsministerium die Zulassung des Impfstoffes, für den weder die sonst üblichen Zulassungskriterien wie z. B. der Wirkungsgrad noch die damit verbundenen Nebenwirkungen entsprechend den gesetzlichen Regelungen in ausreichendem Maße getestet wurden. Wie wollen Sie die Impfung von Schwangeren rechtfertigen, ohne bisher die Kenntnisse über allgemeine Nebenwirkungen und Nebenwirkungen insbesondere für Schwangere zu besitzen? Wie wollen Sie rechtfertigen, dass Sie, trotz Kenntnis der 1976 in den USA aufgetretenen Folgen als Folge einer Impfung mit einem nicht ausreichend getesteten Impfstoff nun auch in Deutschland eine solche Kampagne durchführen?

Ist Ihnen bewusst, dass die Impfung ohne umfassende Aufklärung der Impfwillgen über den nicht eindeutig bestimmbaren Wirkungsgrad und die nicht ausreichend anhand von Testergebnissen belegten möglichen Nebenwirkungen ein Verstoß gegen das Grundgesetz ist, weil Sie Leib und Leben der sich vertrauensvoll einer Impfung unterziehenden Personen riskieren, obwohl Ihnen die Risiken bewusst sein müssen? Ist Ihnen klar, dass dann im Falle von durch den Impfstoff hervorgerufenen Krankheiten Sie sich auch nach dem StGB der fahrlässigen Körperverletzung, wenn nicht gar der mutwilligen Körperverletzung und bei evtl. auftretenden Todesfällen als Impffolge der fahrlässigen Tötung schuldig gemacht haben?

Ich werde diese Fragen und Ihre Antwort auf meiner Webseite veröffentlichen, weil ich der Meinung bin, dass hier öffentliches Interesse besteht.

Gert Flegelskamp

http://www.flegel-g.de/

 Kommentar von Shaddow dazu: Was soll man von der "Schweine"grippe nur hallten ? ich persönlich nicht viel und bin gespannt ob auf die fragen eine Antwort kommt . Ergänzend möchte ich aber noch diese Links hier empfehlen mit betonung das die pharmaindustrie mal wieder ne Menge Geld damit verdient und es Leute gibt die ihnen versuchten Massengenuzied unterstellen .

http://www.smh.com.au/articles/2008/02/19/1203190823829.html

http://www.parlinkom.gv.at/PG/DE/XXIV/J/J_01437/fnameorig_153739.html

http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2009/07/wurde-jane-burgermeister-wegen-ihrer.html

1 Kommentar 7.8.09 01:01, kommentieren

Experimente mit Kindern: Pfizer zahlt Nigeria Millionen

Die nigerianische Regierung und der Pharmakonzern Pfizer haben sich in einer Schadensersatzklage wegen der Verwendung eines experimentellen Antibiotikums geeinigt. Der Konzern überweist eine stattliche Summe.

Pfizer habe sich zur Zahlung von 75 Millionen Dollar verpflichtet, erklärte ein mit den Verhandlungen vertrauter Gewährsmann am Mittwoch. 35 Millionen Dollar sollen demnach an die Opfer gehen, die während der Studie im Jahr 1996 gesundheitliche Schäden erlitten hatten.

Mit weiteren 30 Millionen Dollar wird die Gesundheitsversorgung im nigerianischen Staat Kano unterstützt, und 10 Millionen Dollar decken die Gerichtskosten ab. Die Einigung soll den Angaben zufolge am (heutigen) Donnerstag offiziell bekanntgegeben werden. Ein Pfizer-Sprecher bestätigte, dass es eine Einigung gebe, nannte aber keine Einzelheiten.

Pfizer hat während einer Meningitis-Epidemie in der nördlichen Region um Kano das experimentelle Antibiotikum Trovan an Kindern getestet. Elf der kleinen Patienten starben, andere erlitten schwere körperliche und geistige Schäden. Die Regierung machte Pfizer dafür verantwortlich und forderte Schadensersatz in Höhe von mehr als fünf Milliarden Dollar. Der Konzern machte dagegen geltend, die Tests an insgesamt 200 Kinder seien korrekt durchgeführt worden und gesundheitlichen Schäden seien auf Meningitis zurückzuführen.

http://bazonline.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Experimente-mit-Kindern-Pfizer-zahlt-Nigeria-Millionen/story/24526370

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