Shadowblog

HIV-Infizierte in Gettos gesperrt

Kambodschas Regierung schafft Kolonien für HIV-Infizierte in der Hauptstadt. Dort leben sie in unerträglicher Hitze in Metallhütten ohne sauberes fliessendes Wasser.

Die Regierung in Kambodscha steckt HIV -Positive und Aidskranke in «Aids-Kolonien». Allein in der vergangenen Woche mussten zwanzig von HIV und Aids betroffene Familien ihre Häuser verlassen und ins Getto Tuol Sambo am Stadtrand von Phnom Penh ziehen. Dort leben sie nun in unerträglicher Hitze in Metallhütten ohne sauberes fliessendes Wasser.

Menschenrechtsorganisationen sind entsetzt: Die Bedingungen in Tuol Sambo genügten nicht mal den Standards für Notunterkünfte. Die Zustände seien diskriminierend und für Menschen mit geschwächtem Immunsystem lebensgefährlich.

Protestbrief an Premier

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch schickte dem kambodschanischen Premierminister Samdech Hun Sen am Montag einen von mehr als hundert HIV /Aids- und Menschenrechtsorganisationen unterschriebenen Protestbrief. «Die Regierung hat eine Aids-Kolonie geschaffen, in der HIV -Kranke zusammengepfercht werden, weit weg von medizinischen Einrichtungen, Betreuung oder Jobs», sagte Aids-Arbeiterin Shiba Phurailat- pam zu CNN.

Man sei im Begriff, die Zustände zu verbessern, entgegnete der stellvertretende Präsident Mann Chhoeun der «Phnom Penh Post». «Wir versuchen, sauberes Wasser für sie zu finden.»

 http://bazonline.ch/ausland/asien-und-ozeanien/HIVInfizierte-in-Gettos-gesperrt/story/29312671

6.8.09 03:24

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